Die Qual der Wahl

Die Wahl zwischen POP3 und IMAP hängt ganz extrem vom Anwendungsfall ab. Streng genommen hängt es sogar vom Anwendungsfall ab, ob Sie überhaupt eine Wahl haben. Denn viele Anbieter bieten bei kostenlosen E-Mail-Konten nur noch POP3 an. IMAP ist dann den zahlenden Kunden vorbehalten. Der Grund dafür dürfte auf der Hand liegen: Wenn der Nutzer seine Mails lokal speichert (POP3) und der Server sie nicht dauerhaft speichern muss, spart das eine Menge Platz für den Mail-Provider. Bei einem kostenlosen Service ein wichtiges Mittel, um mit den eigenen Ressourcen zu haushalten. Und wer eine kleine Gebühr zahlt, der darf seine Mails auch auf dem Server dauerhaft speichern (IMAP).
Aber mal angenommen, Sie haben die Wahl: Sollten Sie eher POP3 oder IMAP wählen? Pauschal kann man das zwar nicht beantworten, aber in 9 von 10 Fällen ist IMAP die bessere Wahl. Auf diese Weise gehen bei einem Defekt des Rechners die Mails nicht verloren und man kann sein Postfach ohne Probleme von verschiedenen Devices aus bearbeiten. Das sind schlicht und einfach sehr prägnante Vorteile.
POP3 empfiehlt sich nur in Spezialsituationen, etwa beim Thema Datenschutz. Möchte man nicht, dass sensible Daten dauerhaft auf einem fremden Server liegen, ist POP3 ein recht nützliches Mittel, das zu bewerkstelligen.

Wie stelle ich das ein?

Sobald Sie Ihren E-Mail-Client installiert haben und ein neues Konto hinzufügen, sollte nach Eingabe des Servers eine Auswahl erscheinen, in der Sie zwischen POP3 und IMAP wählen können. Taucht in dieser Auswahl nur POP3, aber nicht IMAP auf, haben Sie entweder aus Versehen den falschen Server angegeben (manche Anbieter trennen POP3 und IMAP Server, siehe unsere Datenblätter) oder Ihr E-Mail-Konto unterstützt kein IMAP.